Unsere Weinorte

Die Weinorte der Bergsträsser Winzer sind:

Alsbach
Alsbach

Die Weinberge des Ortes gehören zur Weinlage Alsbacher Schöntal.

Alsbach liegt an der nördlichen Bergstraße am Fuß des Melibokus, des mit 517m höchsten Berges im Bereich Bergstraße. Die Gemeinde liegt klimatisch günstig inmitten ausgedehnter Obstbaumkulturen und schöner Bergwälder.

Reizvolle Ziele für Wanderer und gut ausgebaute Radfahrwege laden ein, die Gegend zu erkunden und sich an der Natur zu erfreuen. Die farbenprächtige frühe Baumblüte und das milde Klima locken viele Besucher und Urlauber bereits im Frühling nach Alsbach.

Die erste Erwähnung fand Alsbach 779 im Lorscher Codex. Funde bezeugen, dass die Gemarkungen Alsbach und Hähnlein bereits in der Jungsteinzeit (2800 bis 1800 v. Chr.) von Menschen bewohnt waren. Im Laufe der Jahrhunderte wird der Ort in historischen Dokumenten mit wechselnden Ortsnamen genannt. Von Altdolfesbach im Jahr 779 über Aldenspach (1307), Altzpach (1357) bis Alßbach im Jahr 1493. Die Verwaltungszugehörigkeit von Alsbach zur Mark Heppenheim ist 795 belegt. Von 1783 bis 1820 gehörte es dann zum Amt Zwingenberg und Jägersburg, von 1820 bis 1821 zum Amt Zwingenberg, von 1821 bis 1832 zum Landratsbezirk Bensheim, von 1832 bis 1848 zum Kreis Bergstraße, vom 1848 bis 1852 während der kurzen Zeit der Regierungsbezirke in der Provinz Starkenburg zum Regierungsbezirk Deiburg, von 1852 mit der Neueinführung von Kreisen zum Kreis Bensheim. 1938 wird mit einer Gebietsreform in Hessen der Kreis Bensheim aufgelöst und Alsbach kam zum Kreis Darmstadt und seit 1977 gehört es zum Kreis Darmstadt-Dieburg.

1240 wurde das Schloss Alsbach von Gottfried I. von Bickenbach erbaut. Vorgänger war wahrscheinlich eine Turmhügelburg bei Hähnlein, der sogenannte Weilerhügel. Von 1527 bis 1534 lebte Herzog Ulrich von Würtztemberg in Alsbach im Exil. Am 18. September 1997 wurde auf Empfehlung der Liegenschaftsverwaltung des Landes Hessen (Landesvermögensverwaltung) der Bürgerverein Förderverein Schloß Alsbach ins Leben gerufen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, für die Burgruine zu werben, diese instand zu halten, zu pflegen und verschönern und zu restaurieren. Weiter soll der Verein durch kulturelle Veranstaltungen das hessische Kulturgut Schloss Alsbach den Besuchern attraktiv darstellen und zu einem beliebten und sehenswertem Ausflugsziel für die ganze Familie machen. Seit dem Jahr 2000 verwaltet der Verein das Schloss eigenständig.

www.alsbach-haehnlein.de

Zwingenberg
Zwingenberg

Die Weinberge Zwingenbergs gehören zu den steilsten Lagen der Bergstraße: Zwingenberger Steingeröll und Zwingenberger Alte Burg, sowie zur Großlage Auerbacher Rott.

Zwingenberg liegt am Westrand des Odenwalds am Fuße des Melibokus, mit 517,40 m über NN der höchste Berg der Bergstraße. Diese höchste Erhebung Zwingenbergs ist kein einzelner Berg, sondern geht fließend am Hang des Melibokus in die Gemarkung Bensheim-Auerbach.

Diese Rebschulflächen vor dem Zwingenberger Melibokus dienen der Anzucht von Pflanzreben für alle deutschen Anbaugebiete.

Im Westen Zwingenbergs in Richtung Rodau und im Stadtteil Rodau selbst herrscht auf sandigem Boden Feld- und Wiesenwirtschaft vor. In Zwingenberg existieren auch noch Reste bzw. Neuanpflanzungen des Obstanbaus (hauptsächlich Äpfel). An den Ausläufern der Orbishöhe und in Richtung Luciberg wird Wein angebaut. Außerdem wachsen Mandelbäume in der Region. Ein schmaler Saum Wald gehört noch im Bereich der Hütte „Morgenruhe“ und über der „Blockhütte“ Richtung Comoder Weg zur Gemarkung Zwingenberg. Es sind heute noch Reste von Granitabbau erkennbar.

Durch den Windschatten des Melibokus herrscht in Zwingenberg ein Mikroklima, welches zum Teil in hangnahen Lagen zu weniger Niederschlag als beispielsweise in der Ebene führt. „Wann oder durch wen diese Stadt erbaut wurde, hat man keine eigentliche Nachricht, dass sie aber eine uralte Stadt sei, schließt man aus allen Umständen.“ Der älteste Hinweis auf locum getwinc ist eine Urkunde aus dem Jahr 1012, in der Kaiser Heinrich II. dem Kloster Lorsch Jagdrechte schenkte. Der Ortsname weist darauf hin, dass Reisende an der Bergstraße zur Durchquerung der Stadttore gezwungen waren, da westlich der Stadt Sumpf und Auwald lag.

Durch Heirat kamen Teile der Bergstraße um 1135 an Heinrich II von Katzenelnbogen, welcher im Jahre 1138 von König Konrad III zum Grafen erhoben wurde. Zwingenberg gehörte nun zur Graftschaft Katzenelnbogen. Zum Schutz seiner südlichsten Besitzungen an der Bergstraße und seiner Zolleinnahmen baute Graf Diether IV in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine Unterburg in Zwingenberg und eine Hochburg, nämlich das Auerbacher Schloß über Auerbach.

Zwingenberg erhält 1274 unter Graf Diether V. durch König Rudolf von Habsburg Stadt- und Marktrechte und wird damit die älteste Stadt an der Bergstraße.

1301 wurde Zwingenberg zerstört und ging in Flammen auf. Die Unterburg wurde zerstört.

1401 wurde der Name „Twinginburg“ verzeichnet.

Bis 1479 gehörte Zwingenberg zur Grafschaft Katzenelnbogen, danach zur Landgraftschaft Hessen und ab 1567 zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, welche 1806 zum Großherzogtum erhoben wurde.

Durch Verwüstungen während des Dreißigjährigen Krieges und die darauffolgende Pest war der Ort über Jahrzehnte fast unbewohnt und schließlich vernichtete ein 1693 von französischen Truppen gelegtes Feuer die meisten Häuser. Erst nach der französischen Revolution erholte sich die Stadt wieder.

1838 wurde Zwingenberg in den Kreis Bergstraße eingegliedert.

Ehemals vorwiegend von Landwirtschaft und Weinbau sowie Gastronomie geprägt, finden sich mittlerweile neben zahlreichen Gewerbebetrieben auch eine Reihe kleinerer und mittlerer Technologieunternehmen.

Der neue Pass war bis in das 15. Jahrhundert hinein noch Sumpfgelände, denn ein Stück weiter liegt das alte Neckarbett. Hier führt heute die B3 entlang der historischen Stadtmauer durch den Ort. Zwischen Schlösschen und Neugasse bilden die Reste der Stadtmauer die Rückfront der Häuser und Scheunen der Untergasse.

Zwingenberg hat, einschließlich des Stadtteils Rodau, 81 unter Denkmalschutz stehende Kulturdenkmäler..

Oberhalb von Zwingenberg ist der westliche Einstieg zum Nibelungensteig, einem 124 Kilometer langen, zertifizierten Fernwanderweg, der den Odenwald von Westen nach Osten komplett durchzieht.

www.zwingenberg.de


In Zwingenberg werden auch Planwagenfahrten durch die Weinberge angeboten:
Die Fahrten, die unter dem Motto "Blüten, Stein und Wein" stehen, finden jeden ersten und dritten Sonntag im Monat statt. Lassen Sie sich verzaubern von 2 1/2 Stunden üppiger Landschaft, die schon einen italienischen Reisenden aus dem 19. Jahrhundert ausriefen ließen: "Hier beginnt Deutschlands Italien!" Neben diesen regelmäßigen Fahrten führen wir auch gerne Gruppenfahrten durch, die Sie bitte anmelden unter Telefon 0 62 51 - 7 24 51.
Weitere Infos unter www.zwingenberg.de

Bensheim
Bensheim

Die Weinberge Bensheims gehören zu den Weinlagen Bensheimer Hemsberg, Bensheimer Kalkgasse, Bensheimer Paulus, Bensheimer Streichling, Bensheimer Kirchberg und der Großlage Bensheimer Wolfsmagen

Die im Jahre 1960 in Bensheim gegründete Winzergenossenschaft, schloss sich der Bergsträßer Winzer eG in 1970 ebenfalls an.

Geschichte Bensheims
Im Jahre 765 wurde Basinsheim im Codex Laureshamensis des Kloster Lorsch das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Gründung könnte auf einen Ritter Basinus zurückgehen, der die Rechte zur Gründung einer Siedlung bekam.

Der Name veränderte sich von Basinsheim über Basinusheim und Besensheim schließlich zu Bensheim. Markant ist die frühe Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Otto I. am 5. März des Jahres 956. Aus dem Urkundentext ist zu entnehmen, dass Otto I. anlässlich eines Aufenthalts in Frankfurt das älteste Marktprivileg der Abtei Lorsch vergibt. Der im Original publicae mercationes genannte Begriff bezeichnet den Ort, an dem öffentliche Kaufhandlungen stattfinden dürfen. Von einem regelrechten Jahrmarkt oder Wochenmarkt ist zu dieser Zeit noch nicht auszugehen. Große Teile wurden 1301 bei der Belagerung der Stadt durch König Albrecht I. zerstört.

Als Friedrich II. das Territorium der inzwischen heruntergekommenen Reichsabtei Lorsch Lehen gibt, wird Bensheim 1232 kurmainzisch und erhält wahrscheinlich bereits einige Dekaden später Stadtrechte, die sich jedoch erst durch eine Bestätigungsurkunde aus dem Jahre 1320 nachweisen lassen.

In der Zeit der Verpfändung an die Pfalzgrafen bei Rhein von 1461 bis 1650 erlebte Bensheim eine Blütezeit, wurde als pfälzische Stadt im Jahre 1504 jedoch in den Bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg verwickelt und elf Tage lang von dem mit dem Vollzug der Reichsacht beauftragten Landgrafen von Hessen und seinen Verbündeten erfolglos belagert. Seit diesem Jahr sind zwei Jahrmärkte und ein Wochenmarkt nachweisbar, ein dritter Jahrmarkt kam 1619 hinzu.

Mit Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen 1526 und in der Grafschaft Erbach 1544 bekam Bensheim neben den Territorialgrenzen nun auch eine Konfessionsgrenze mit diesen Nachbarn.

Allen positiven Entwicklungen setzte der Dreißigjährige Krieg ein Ende. Am 20. November 1644 wurde Bensheim von französischen und schwedischen Truppen besetzt, die am 2. Dezember von bayrischen Einheiten vertrieben wurden. Später entstand die Sage von der „Fraa vun Bensheim“. 1650 wurde Bensheim dann nach knapp 200-jähriger Verpfändung an die Kurpfalz wieder vom Erzbistum Mainz eingelöst.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 fiel Bensheim dann an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt, der sich 1806 dem Rheinbund anschloss und zum Großherzog erhoben wurde. 1822 kam es zu einem Großbrand, bei dem 16 Gebäude zerstört und 15 weitere schwer beschädigt wurden.

Bensheim wurde Sitz des Landratsbezirkes Bensheim in der Provinz Starkenburg, der 1832 mit dem Landratsbezirk Heppenheim, zum Kreis Bensheim mit der Kreisstadt Bensheim zusammengelegt wurde.

1918 wurde der Großherzog abgesetzt und der Volksstaat Hessen gebildet. Am 1. November 1938 kam es zur Vereinigung der Kreise Bensheim und Heppenheim zum Kreis Bergstraße mit der Kreisstadt Heppenheim. 1945 kam Bensheim zum neu gegründeten Land Hessen..

www.bensheim.de


Flora und Fauna:
Die Lös- und Kalkböden des Hemsberges sorgen mit dafür, dass sich unterhalb des Gipfels am Süd- und Westhang eine der größten Weinlagen der Hessischen Bergstraße die Lage „Hemsberg“ befindet. Ein großer Teil des Wald- und Wiesengebietes um den Hemsberg wurde dagegen wegen seiner vielfältigen Fauna unter Naturschutz gestellt. Auf den Wiesen befindet sich eines der größten Vorkommen des Helm Knabenkrauts Deutschlands. 430 der rund 2.500 in Europa vorkommenden Blütenpflanzen wurden auf dem Gebiet des Hemsberges kartiert.

Am Fuße des Bensheimer Hemsbergs, jedoch noch auf der Heppenheimer Gemarkungsfläche liegt die Fundstelle eines römischen Gutshofes. Bei Neuanlagen de Weinberge (siehe Bild) kommen auch heute noch oft Gesteinsreste zum Vorschein. Mehr zur Römervilla, die am Erlebnispfad Wein und Stein liegt hier. (Interner Link zum Erlebnispfad, Römervilla, Centurio)

Weinlese an der Römervilla neben der Skulptur Centurio, die an die römische Tradition des Weinbaus an der Bergstraße erinnert.

Bensheim-Auerbach
Bensheim-Auerbach

Die Weinlagen des Bensheimer Ortsteils gehören zum Auerbacher Fürstenlager und zum Auerbacher Höllberg. Die Großlage ist der Auerbacher Rott.

Bensheim-Auerbach liegt am Fuße der höchsten Erhebung des Odenwaldes dem Melibokus (517 m über NN) und des Schlossberges Auerberg (339 über NN) an der Bergstraße.

Seit 01. April 1939 ist Auerbach ein Stadtteil und seit 1955 staatlich anerkannter Luftkurort.

Am 9. März 784 gab es die erste dokumentierte Erwähnung Auerbachs als "URBACH" im Lorscher Codex. Um 1222 fand die vermutliche Erbauung des Auerbacher Schlosses durch den Grafen Diether IV. von Katzenelnbogen statt. Schon die Katzenelnbogener betrieben Weinbau an der Bergstraße. 1258 wird unterhalb der Burg der Grafenweinberg dokumentiert, 1318 der Weinberg Reubere. 1410 wird die Rebsorte „Urbergen Wyne“ benannt.

Am 18. Oktober 1356 erschütterte ein riesiges Erdbeben den Oberrheingraben. Hierbei ist der Bergfried eingestürzt und auf die östlichen und südöstlichen Anlagen gefallen.

In den Jahren danach, um 1370, begannen gewaltige Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen auf dem Auerbacher Schloss. Der Bergfried wurde abgerissen, der Eingang zur Kernburg verlegt und die nördliche Schildmauer geschlossen und erhöht. Der Eingang zur Kernburg liegt nun an deren Südecke, von Südturm und Innenzwinger geschützt. An Stelle des Ostturms wurde eine Bastion, eine ca. vier Meter dicke, einviertelkreisförmige Mauerkonstruktion, errichtet. Die Bastion, die erste Anlage dieser Art in Deutschland, sollte die Burganlage vor Steingeschützen aus der nordöstlichen, einzig zugehbaren Richtung schützen. Vermutlich wurden auch der Nord- und Südturm erhöht.

Die im Jahre 1952 in Auerbach gegründete Winzergenossenschaft beendete 1959 ihre Tätigkeit und fusionierte mit der Winzergenossenschaft in Heppenheim. Damit war die „Bergsträßer Gebietswinzergenossenschaft“ entstanden. Als Reaktion wurde daraufhin im Jahre 1960 in Bensheim noch mal eine neue Winzergenossenschaft gegründet, die sich dann 1970 ebenfalls Heppenheim anschloss.

Die „Feste Urberg“ wurde somit von den Grafen von Katzenelnbogen zu einer der modernsten Burganlagen ihrer Zeit ausgebaut.

In der Ostecke des Burginnenhofs befindet sich der Burgbrunnen, der 62 m tief in den Fels gehauen wurde.

Heute wird auf der Burg Erlebnisgastronomie mit Ritterturnieren und mittelalterlichen Spielen angeboten.

Die Besichtigung der Burganlage ist kostenfrei. Seit dem Frühjahr 2007 ist auch der südliche Turm nach aufwendiger Restaurierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

In einer 2009 von Hessischen Rundfunk durchgeführten Online-Befragung wurde das Schloss Auerbach zum beliebtesten Bauwerk Hessens gewählt.

Heute ist Bensheim-Auerbach mit ca. 9.600 Einwohnern der größte Stadtteil der Stadt Bensheim.

www.bensheim-auerbach-bergstrasse.de

Bensheim-Zell
Bensheim-Zell

Die Weinberge dieses Ortsteils gehören zu den Weinlagen Bensheimer Hemsberg und Bensheimer Streichling und damit zur Großlage Bensheimer Wolfsmagen.

Zell ist ein ca. 1000 Einwohner zählender Stadtteil von Bensheim. Er liegt östlich von Bensheim im Meerbachtal und grenzt unmittelbar an Bensheim.

Zell hat sich auch heute noch viel vom Charakter eines Bauerndorfes bewahrt. Neben alten Bauernhöfen, Scheunen und Fachwerkhäusern, sind der an der Hauptstraße gelegene Meerbach und das Alte Rathaus die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Zells.

Das langgestreckte Straßendorf im Meerbachtal wurde erstmals 1139 urkundlich erwähnt. Als Ortsmittelpunkt ist der Manlay-Platz mit dem ehemaligen Rat- und Schulhaus (Gronauer Straße 96) anzusehen. Das zweigeschossige Fachwerkhaus hat ein massives Erdgeschoß, das im westlichen Bereich mittelalterlichen Ursprungs sein könnte. Im südwestlichen Fachwerkständer ist an der verschindelten Seite die Jahreszahl 1613 eingeschnitzt, die als Erbauungsjahr durch eine dendrochronologische Untersuchung bestätigt wurde. Zierfachwerk in Form von überkreuzten Rauten zeigen zwei Fensterbrüstungen zur südwestlichen und  nordöstlichen Hausecke hin. Der schmucklose südöstliche Eckbereich könnte im 19. Jahrhundert durch Umbauten im Zusammenhang mit einem Schulraum verändert worden sein.

Die in Sichtweite stehende ehemalige Schule auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde 1884/85 erbaut. Talabwärts steht eine gegenwärtig als Ausflugslokal genutzte Mühle mit oberschlächtigem Mühlrad, das heute noch in Betrieb ist. Zell wurde zusammen mit den Ortsteilen Auerbach und Schönberg bereits am 1. April 1939 nach Bensheim eingemeindet.

Zwei Lehrpfade gibt es in Zell. Es wird über die Entstehung von Hohlwegen. Einige Hohlwege an der Bergstraße bestehen schon seit dem Mittelalter.

Bensheim-Gronau
Bensheim-Gronau

In Gronau befinden sich auf der „Au“ unsere höchsten Weinberge im Bereich Starkenburg: Sie sind zugleich am weitesten östlich von der Rheinebene entfernt. Dennoch erlauben die leicht erwärmbaren Böden in diesen Lagen auch feinste mineralische Riesling Weine. Sie gehören zur Lage Bensheimer Streichling.

Gronau" bedeutet "grüne Aue". Es ist mit Sicherheit eine Gründung des Klosters Lorsch, der berühmten Reichsabtei, von der aus um 800 der größte Teil unseres Gebietes bis weit in den Odenwald hinein besiedelt wurde. Ein genaues Gründungsdatum des Ortes hat sich aber bislang noch nicht finden lassen. Die erste Erwähnung entnehmen wir dem Lorscher Codex, einer umfassenden Urkundensammlung des Klosters: Um 1150 zahlt ein Gerolt von Grunowe Zins an das Kloster. Um 1210 und 1318 finden sich zwei weitere ähnliche Erwähnungen.

Im Jahre 1232 war die Reichsabtei Lorsch aufgelöst worden. Ihr Besitz ging zum großen Teil an das Erzbistum Mainz über. Aber auch der Adel, Nachkommen der weltlichen Klostervögte, hatte sich am Besitz des zerfallenen Klosters bereichert. Während der südliche Teil an den Pfalzgrafen fiel, dehnten von Osten, vom Odenwald her, die Schenken von Erbach ihr Gebiet in die westliche Nachbarschaft aus, wo die Anbaugebiete des Bergsträßer Weines sie besonders anlockten. Ab 1464 waren sie endgültige Besitzer des Amtes Schönberg, dessen wichtiges Kirchdorf war. Eine eigene Pfarrkirche lässt sich für das Jahr 1387 nachweisen. Ihr Altar war der Heiligen Anna geweiht. Im Mittelalter war das Dorf sehr klein. 150 bis höchstens 200 Einwohner bewirtschafteten die "Huben", die Bauernhöfe, die sich um die Kirche und den herrschaftlichen Pachthof drängten. Oberhalb und unterhalb des Dorfes dehnten sich noch immer große Teile der alten "Aue" (feuchte Wiesen), die dem Dorf seinen Namen gegeben hatten.

Von dem Jahre 1503 an stehen die Pfarregister (Grundlagen der Pfarrbesoldung durch Naturalien) zur Verfügung, dazu eines der ältesten Kirchenbücher Südhessens, das im Jahre 1552 beginnt. So ist man in der Lage, seit dieser Zeit die Namen der Bauern, Verwandtschaft, Geburten und Todesdaten, die Wirtschaftsweise, Flurnamen, die Art der angebauten Früchte und natürlich auch viele Angaben über den Weinbau zu ermitteln und zu verfolgen.

Ein schwerer Einschnitt in die Geschichte des Dorfes erfolgte im Verlaufe des 30jährigen Krieges (1618 - 48). Die Bergstraße als besonders wichtige Nord-Südverbindung wurde immer wieder von den durchziehenden Heeren beider Konfessionen heimgesucht und völlig ausgeplündert. Die Einwohner Gronaus starben den Hungertod, wurden einfach totgeschlagen, fielen Krankheiten und Seuchen zum Opfer oder wanderten aus. Nur fünf alte Famliennamen aus der Zeit vor dem Kriege sind danach im Dorfe noch feststellbar. Die Höfe lagen verlassen, die Äcker wüst. Ein Pfarrer mußte 1636 einen ergreifenden Brief an den Grafen von Erbach schreiben und um Hilfe vor dem Hungertod flehen.

Nach dem Kriege ging es wieder langsam aufwärts, neue Familien übernahmen die verödeten Huben, die Äcker wurden wieder bestellt. Aber schon 25 Jahre später, um 1674, hören wir von neuen Kriegen, schweren Kriegssteuern, Einquartierungen und von der Flucht der Bauern in die Wälder, von Plünderungen und schließlich vom Raub der Kirchenglocken. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam das Dorf wieder langsam zur Ruhe, obgleich Kriegszüge immer wieder vorkamen. Die Dorfbevölkerung nahm wieder zu. Wörtlich heißt es 1804: "Der Ort hat einen ergiebigen Fruchtboden, baut Wein, gewinnt gutes Obst, besitzt schöne Privathecken (Bauernwald) und ist wohlhabend.

Eine beträchtliche Zunahme des Handwerkes ist für das 18. Jahrh. allenthalten festzustellen. In Gronau klapperten gleichzeitig 8 Webstühle; aber auch die Küfer und die anderen herkömmlichen Handwerksberufe sind damals in auffallender Häufigkeit vertreten. Im 19. Jahrhundert war auch lange Zeit ein Steinbruchbetrieb ein wichtiger Arbeitgeber für die Dorfbewohner. Der wichtigste und typischste Beruf blieb freilich der des Bauern, vor allem der des Weinbauern; und wenn heute wie überall viele Leute mit dem Auto zu auswärtigen Arbeitsplätzen fahren, so bedecken ihre Weinberge doch immer noch die südlichen Hänge des Gronauer Tales.

Ungebrochen blieb die Liebe der Gronauer zu Zusammenschlüssen; das Vereinsleben ist sehr rege. Und ungebrochen blieb die Freude der Gronauer am gemeinsamen Feiern.

Den Mittelpunkt des 1220 erstmals erwähnten Gronau bilden die 1831 bis 1834 nach Plänen des Kreisbaumeisters Opfermann errichtete evangelische Pfarrkirche, das schräg gegenüber stehende ehemalige Rathaus sowie das um 1800 errichtete zweigeschossige Fachwerkwohnhaus Am Römer 1. Eine bereits 1387 erwähnte spätgotische Kirche wurde 1827 abgebrochen, deren Maßwerkfenster in einer künstlichen Kirchenruine auf dem Heiligenberg bei Jugenheim wiederverwendet. Der klassizistische Kirchenneubau mit achteckigem Dachreiter wurde 1894 und 1934 umgebaut bzw. renoviert. Südöstlich der Kirche liegt der Friedhof. Das Portal zeigt im Schlußstein die Jahreszahl 1783 und weist auf die Entstehung der Anlage hin. Gronau wurde am 31. Dezember 1971 nach Bensheim eingemeindet.

Der gesamte alte Ortskern steht unter Denkmalschutz. Die einzige Schule in Gronau, die Märkerwaldschule, ist eine Grundschule. Die evangelische St.-Anna-Kirche wurde von Ignaz Opfermann geplant und 1834 fertiggestellt. Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Bensheim.

www.gronau-odw.de

Bensheim-Schönberg
Bensheim-Schönberg

Zum Ortsteil Schönberg gehört die Einzellage Schönberger Herrnwingert

Schönberg ist seit dem 1. April 1939 ein Stadtteil von Bensheim im Lautertal. Bekannt ist der kleine Ort an der Nibelungenstraße durch sein Wahrzeichen, das Schönberger Schloss.

Die Geschichte des Dorfes Schönberg ist eng mit diesem Schloß Schönberg, das um 1230 als Burg erbaut wurde, verbunden. Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgt 1303 unter dem Namen castrum Schonenberg. Im Zuge der Bayrischen Fehde werden im Jahr 1504 die Burg und das ganze Tal durch die Truppen des Landgrafen Wilhelm und seiner Verbündeten verwüstet. Danach konnte sich das Dorf bis zum 30-jährigen Krieg erholen. Besonders in den letzten Friedensjahren war eine rege Bautätigkeit in Schloss und Dorf zu verzeichnen. Spätesten 1622 hatte aber auch Schönberg unter dem Krieg zu leiden als ligistische Truppen das Dorf mehrfach überfielen und ausplünderten. Mitte 1630er Jahre folgte die Pest die im gesamten Odenwald große Opfer forderte. Als im Jahre 1648 Friede geschlossen wurde war die Bevölkerung in der Region auf ein Viertel geschrumpft, etliche Dörfer waren über Jahre menschenleer. Nach kurzer Friedenszeit folgten die französischen Reunionskriege, die für die Region neue Heimsuchungen brachten. Im Herbst 1696 wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg das Schloss Schönberg überfallen.

Schönberg war seit seinen Anfängen Teil der Grafschaft Erbach. Die Besitzer, die Schenken zu Erbach, wurden 1532 in den Reichsgrafenstand erhoben. Bei einer Nutzungsteilung der Grafschaft 1717 gründete sich die Linie Erbach-Schönberg, welche die Burg zu ihrem Wohnsitz umbaute, wodurch sie ihren heutigen Schlosscharakter erhielt.

www.bensheim-schoenberg.de

Heppenheim
Heppenheim

Unser Weinort und Betriebsitz der Bergsträsser Winzer eG Heppenheim

Das kurfürstliche Wappen am Bergfried der Starkenburg diente als Vorlage für das Siegel des Premium-Wein-Segments der Bergsträßer Winzer eG „Terra Starkenburg“ (Interner Link zur Serie)

Die Starkenburg erhebt sich auf dem 295 Meter hohen Schlossberg nordöstlich der Heppenheimer Altstadt. Im Jahre 1065 errichtet, gehört die Burg, nach der später die ganze Region benannt wurde, zu den ältesten des westlichen Odenwaldes. Die Starkenburg hat in ihrer langen Geschichte viele bauliche Veränderungen erfahren. Die letzte Ausbauphase als Wehrbau fand um 1680 statt. Damals wurden unter anderem Vorwerke, Bastionen und Mannschaftsbaracken (um)gebaut.
 
Nach dem Abzug der kurmainzischen Garnison im Jahr 1765 begann der langsame Verfall der Burg, deren Bergfried 1768 nach einem Blitzschlag ausbrannte. Erst im 19. Jahrhundert wurde zunächst durch Verbot von Mauerausbrüchen und Abfuhr von Steinen der bauliche Verfall verlangsamt und seit 1877 schließlich durch Instandhaltungsarbeiten gestoppt.
 
1924 wurde der alte Bergfried wegen Einsturzgefahr gesprengt. Als Ersatz entstand in den folgenden Jahren ein neuer Bergfried, der jedoch nicht an alter Stelle in der Mitte des Burghofs sondern an dessen Westseite gebaut wurde. Man wollte auf diese Weise eine größere Freifläche im Burghof erhalten, auch auf Kosten der denkmalpflegerischen Genauigkeit. Dass die Starkenburg ein Denkmal mit Gebrauchswert sein sollte, bewies auch ein weiterer Neubau: Die Jugendherberge. Mit ihren 121 Betten und fünf Tagungsräumen bietet das Haus sowohl für Urlauber wie für Seminargruppen gute Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt in romantischer Umgebung.

www.heppenheim.de

Heppenheim-Erbach
Heppenheim-Erbach

Die Weinberge dieses Ortsteils zählen zur Einzellage Heppenheimer Maiberg

Im Lorscher Codex ist das Dorf erstmals im 12. Jahrhundert als Erpbach erwähnt. Erbach liegt in einem Talkessel und war früher (abgesehen von zwei Backstein-brennereien) ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Das Dorf wuchs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch private Bautätigkeit zu einer Wohnsiedlung in idyllischer Lage. Durch die mit erheblicher Eigenleistung der Erbacher Bürger entstandene Mehrzweckhalle ist der Stadtteil, der schon mehrfach am Wettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen hat, auch ein gern besuchter Veranstaltungsort.

Auch im Wappen dieses Ortsteils findet sich das Reblatt: Es symbolisiert den Weinbau in Erbach wobei das mit dem Kreuz belegte Weinblatt verdeutlicht, dass die Ersterwähnung im Lorscher Kodex in Verbindung mit dem Weinbau steht.

Die Riesling-Weinberge in diesem Ortsteil haben in den letzten Jahren wiederholt fantastische Spitzenqualitäten bei unseren Eisweinen geliefert.

In Erbach befindet sich der „Rothermelshof unserer Mitgliedsfamilie Rothermel“, der zu verschiedenen Anlässen, Familienfeiern mit seiner rustikalen familiären Atmosphäre einlädt.

Unter anderem zur Erbacher Kerwe treffen Sie dort viele Freunde und Bekannte – natürlich mit Weinen von der Bergsträßer Winzer eG.

Heppenheim-Hambach
Heppenheim-Hambach

Die Weinberge im Heppenheimer Ortsteil Hambach gehören zu den Weinlagen Heppenheimer Maiberg, Heppenheimer Steinkopf und Heppenheimer Stemmler.

Im Hambacher Tal entstanden vermutlich im 10. Jahrhundert die Dörfer Ober- und Unter-Hambach. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung waren die zwölf Mühlen, die mit der Wasserkraft des Hambachs betrieben wurden. Das kleinere Ober-Hambach hat als Sitz der 1910 gegründeten Odenwaldschule schon viele Besucher aus aller Welt angelockt. http://www.odenwaldschule.de/

Die Einbindung der Schulgebäude in die Odenwälder Landschaft kann als adäquate architektonische Fassung des reformpädagogischen Ansatzes der Odenwaldschule gesehen werden.

Im Jahr 2015 wurde der Ortsteil 850 Jahre alt.

www.hambach-info.de

Laudenbach
Laudenbach

Auch im Wappen von Laudenbach ist der Weinbau mit Rebmesser und Traube prägend vertreten.

www.gemeinde-laudenbach.de

In Laudenbach findet alljährlich die traditionelle Froschkerwe am ersten Wochenende im September statt. Mehr Infos unter www.froschkerwe.de.

Hemsbach
Hemsbach

Bei Hemsbach liegt unsere Weinlage Hemsbacher Herrnwingert.

www.hemsbach.de

Weinheim
Weinheim

Bei Weinheim liegt unsere Weinlage Weinheimer Wüstberg und die Großlage Weinheimer Rittersberg

www.weinheim.de

Lützelsachsen
Lützelsachsen

Bei Lützelsachsen liegt unsere Weinlage Lützelsachsener Stephansberg.

Das Wappen von Lützelsachsen zeigt auch die weinbauliche Tradition an.

www.verkehrsverein-luetzelsachsen.de

Hohensachsen
Hohensachsen

Bei Hohensachsen liegt unsere Weinlage Hohensachsener Stephansberg

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